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Sie möchten wissen, wie Metalle eigentlich aufgebaut sind und was bei der Eisenherstellung wichtig ist? 

SIe erfahren hier, was Werkstoffe eigentlich sind und warum Werkstofftechnik wichtig ist. Sie lernen Schritt für Schritt den Aufbau von Metallen kennen, sehen wie die Zusammenlagerung der Atome das Kristallgitter bilden und wie daraus das Gefüge entsteht. Zudem erfahren Sie, welche Eigenschaften Metalle haben. Abschließend durchlaufen Sie den Prozess zur Gewinnung von Eisen und Herstellung von Stahl und sehen, was dabei zu beachten ist.

   

Sie erfahren
Was sind Werkstoffe und warum ist Werkstofftechnik wichtig?

Wie sind Metalle aufgebaut? Atome - Kristallgitter - Gefüge

Welche Eigenschaften haben Metalle?

Wie wird Roheisen gewonnen?

Was ist bei der Herstellung von Stahl zu beachten? 
  

Werkstoffe Geschichte

Seit jeher benötigen wir Menschen Werkstoffe für unterschiedliche Zwecke im Alltag. Sie prägen verschiedene Kulturen und sind Namensgeber für unterschiedliche Zeitepochen.

Werkstoffe historie

Werkstoff Unterteilung

Werkstoffe lassen sich in Metalle und Nichtmetalle einteilen. Stahl und Eisenguss gehören dabei zu den weltweit am meisten genutzten Werkstoffen.

Werkstoff Unterteilung

Werkstofftechnik und Ihre Bedeutung

Zu welchem Zweck ein bestimmter Werkstoff eingesetzt wird, hängt von dessen Eigenschaften ab. Diese lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen.

  

Damit die Unterteilung der Werkstoffe in verschiedene Kategorien und Eigenschaften überhaupt erst möglich ist, werden verschiedene wissenschaftliche Methoden der Werkstofftechnik eingesetzt.

  

Die Werkstofftechnik beschäftigt sich mit der Gewinnung und Verwendung von Werkstoffen und untersucht die verschiedenen Eigenschaften. Somit ermöglicht sie, dass Werkstoffe richtig genutzt, neue Werkstoffe entwickelt und bestehende verbessert werden.

  

Voraussetzung für die Untersuchung der Eigenschaften ist Wissen über den inneren Aufbau von Werkstoffen. Nur, wenn Sie wissen aus welchen Komponenten ein Werkstoff besteht und wie diese funktionieren, können Sie neue Erkenntnisse für die Weiterentwicklung gewinnen.

Werkstofftechnik

Aufbau von Metalle

Aufbau von Metalle

Stahl und Gusseisen besitzen viele Eigenschaften, die diese Werkstoffe zu den am meist genutzten weltweit machen. Bei der Verarbeitung arbeiten wir meist mit dem fertigen Bauteil. Doch aus welchen Komponenten besteht Metall eigentlich?

  

Vieles ist mit dem bloßen Auge nicht ersichtlich. Doch mit diesem Mikroskop können Sie sogar die kleinsten Komponenten erkennen. 

Metalle unter dem Mikroskop

Die positiven Ladungen der Metallatome sind immer in festen Abständen zueinander angeordnet und bilden die Kristallgitter. Dabei geben sie die negativen Elektronen ab, die das Kristallgitter als sogenannte Elektronenwolke umgeben. Die Elektronen können sich in der Wolke frei bewegen, diese jedoch nicht verlassen.

Durch die Anziehung der positiven und negativen Ladungen entsteht eine starke Metallbindung. Diese sorgt für einen äußerst festen Zusammenhalt der Metallatome im Kristallgitter und somit für die Festigkeit des Metalls.

Zusammenfassung von Werkstoffe

Sie wissen nun, dass Werkstoffe seit jeher eine wichtige Rolle spielen und viele Zeitepochen und Kulturen prägen. Sie haben erfahren, dass sich Werkstoffe allgemein in Metalle und Nichtmetalle einteilen lassen und verschiedene Eigenschaften haben können. 

Überdies haben Sie erfahren, dass Werkstofftechnik dazu genutzt wird, um die Eigenschaften von Werkstoffen zu untersuchen, damit immer neue entwickelt und bestehende verbessert werden können. Schließlich haben Sie gesehen, dass Metalle aus einem Gefüge, Kristallgittern und schließlich aus Metallatomen aufgebaut sind, deren Zusammensetzung die metallischen Eigenschaften beeinflussen.

  

SIE HABEN ERFAHREN 
Werkstoffe spielen seit jeher eine wichtige Rolle für die Menschheit und prägen viele Zeitepochen und Kulturen. 

Werkstoffe lassen sich in Metalle und Nichtmetalle einteilen. 

Werkstofftechnik untersucht die verschiedenen Eigenschaften von Werkstoffen, um neue zu entwickeln und bestehende zu verbessern. 

Metalle bestehen aus dem Gefüge, Kristallgittern und Metallatomen. 

Die Komponenten beeinflussen die metallischen Eigenschaften. 
 

Metalle- Aufbau und Eigenschaften
Wie leiten Metalle und wie lassen sie sich verformen? 

Welche Kristallgitterarten gibt es? 

Welche Gitterbaufehler können auftreten? 

Wie ist ein Gefüge aufgebaut? 

Was sind Legierungen und welche Arten gibt es? 

Was sind Zustandsdiagramme von Legierungen? 
 

  

Aufbau von Metalle

Jetzt sehen wir uns den genauen Aufbau von Metallen und deren Eigenschaften an. Dazu erfahren Sie zunächst, wie Metalle leiten und sich verformen lassen. Sie lernen verschiedene Kristallgitterarten kennen und sehen, welche Gitterbaufehler auftreten können. Anschließend werfen Sie einen genaueren Blick auf das Gefüge von Metallen und erfahren, was eigentlich bei einer Legierung geschieht. Abschließend erfahren Sie, welche Legierungsarten es gibt und wie Sie die dazugehörigen Zustandsdiagramme lesen.  

Leitfähigkeit von Metalle

Metalle sind leifähig

Metalle sind leitfähig und werden daher im Alltag für verschiedene Zwecke eingesetzt. Durch den Aufbau der Kristallgitter lässt sich die elektrische Leitfähigkeit besser nachvollziehen.

Verformung von Metalle

Neben der elektrischen Leitfähigkeit sind Metalle auch verformbar. Dabei verformen sie sich  elastisch oder plastisch.

Werfen wir wieder einen Blick auf die atomare Ebene im Kristallgitter. Bei Krafteinwirkung auf Blech werden die Metallatome leicht vom Gitterplatz verdrängt, federn dann aber wieder zurück. Bei einem Bleistab jedoch bleibt nach der Krafteinwirkung die verschobene Lage im Kristallgitter bestehen und bildet somit eine bleibende Verformung.

Metalle sind verformbar

Kristallgitter von Metallen

Sie haben bereits erfahren, dass die Metallatome eins gemeinsam haben - sie sind in Kristallgittern angeordnet. Die Kristallgitter sehen jedoch nicht immer gleich aus. Je nach Metallart unterscheiden sich auch die geometrischen Anordnungen der Atome im Kristallgitter. 

   

Hier sehen Sie die drei wichtigsten Kristallgitterarten noch einmal mit ihren Verbindungslinien. Diese verlaufen immer ab der Atommitte und bilden so eine individuelle Anordnung.

    Drei wichtigste Kristallgitterarten

    KUBISCH-RAUMZENTRIERT (KRZ) 

     KUBISCH-RAUMZENTRIERT (KRZ)

    Der Würfel besitzt ein Metallatom in der Mitte, das umschlossen wird. Da es nur locker gepackt ist, gibt es keine Stapelfolge. 

    Relativ viel Platz zwischen den Atomen ermöglicht Einlagerung zusätzlicher Fremdatome. 

        

    KUBISCH-FLÄCHENZENTRIERT (KFZ) 

    KUBISCH-FLÄCHENZENTRIERT (KFZ)

    Der Würfel besteht aus insgesamt 8 Atomen in den Würfelecken und je einem Atom in der Mitte der Seitenflächen. 

    Die Atome sind in drei Stapeln angeordnet (ABC) und bilden dadurch eine dichteste Kugelpackung. 

    Eine gestörte Stapelfolge führt zu Stapelfehlern, in die Legierungselemente eingelagert werden können. Daraus ergeben sich andere Eigenschaften. 


       

    HEXAGONAL-DICHTEST GEPACKT (HDR) 

    HEXAGONAL-DICHTEST GEPACKT (HDR)

    Die Metallatome sind in einem sechseckigen Prisma angeordnet mit je einem Atom in der Mitte der Grundflächen. 3 Atome befinden sich innerhalb des Prismas. 

    Die Stapelfolge ist ABA und bildet so eine dichteste Kugelpackung. 

    Große Gitterlücken bieten Platz für Fremdatome. 

    Schlechter kalt umformbar als Metalle mit kfz-Gitter. 

    Gitterbaufehler

    Metalle sind keine Idealkristalle, sondern weisen Gitterfehler auf. Je nach Art und Größe lassen sich die Gitterfehler drei Dimensionen zuordnen. Die erste Dimension sind die nulldimensionalen Fehler. Diese entsprechen einem Gitterpunkt und lassen sich nochmals unterteilen.

    Die nulldimensionalen Fehler haben in der Regel keine negativen Auswirkungen auf Eigenschaften metallischer Werkstoffe, sondern ermöglichen sogar wichtige Wärmebehandlungen.

    Eindimensionalen Fehler

    Daneben gibt es noch die eindimensionalen Fehler, auch Linienfehler genannt. Wird eine Halbebene in das reguläre Kristallgitter eingeschoben, ist die Linie gestört und es bildet sich so eine Stufenversetzung. Versetzungen sind beweglich und somit Ursache für die plastische Verformbarkeit von Metallen.

    eindimensionalen Fehler

    zweidimensionalen Fehlern

    zweidimensionalen Fehlern 

    Bei zweidimensionalen Fehlern kommt es zu Stapelfehlern     der regulären Schichtenfolge. Stapelfehler entstehen durch   Kristallisation oder durch Zusammenfallen eines   Leerstellenclusters. Zweidimensionale Gitterfehler haben   Einfluss auf die Zugfestigkeit eines Metalls. 

    Gefüge

    Sie haben bereits erfahren, dass Metalle aus vielen regelmäßig geformten Körnern bestehen, die in ihrer Vielzahl das Gefüge bilden. Mit bloßem Auge ist das Gefüge nicht zu erkennen. Doch mit einem metallografischen Schliffbild kann das Gefüge unter einem Metallmikroskop sichtbar gemacht werden. 

    Das Schliffbild zeigt die Korngröße und die Korngrenzen eines Metalls. Die Korngröße reicht von feinkörnig bis grobkörnig und lässt sich durch gezielte Behandlung einstellen. Korngrenzen stellen Unterbrechungen der Atomanordnung der Körner dar und zählen zu den erwähnten zweidimensionalen Gitterfehlern. Diese entstehen beispielsweise während der Kristallisation. 

    Gefüge

    Feinkörnige Metalle haben bessere mechanische Eigenschaften gegenüber grobkörnigen, da es mehr Korngrenzen gibt. Eine Erhöhung der Korngrenze verbessert die Zähigkeit.  Allerdings entstehen bei erhöhten Temperaturen unerwünschte Kriechvorgänge.

    Kornformen

    Neben der Gemeinsamkeit von Korngröße und Korngrenzen gibt es je nach Metall und Kristallgittertyp unterschiedliche Kornformen.

    GLOBULARE KÖRNERGLOBULARE KÖRNER

    Rundliche Körner, z. B. reines Eisen 

    POLYEDRISCHE KÖRNER POLYEDRISCHE KÖRNER

    Körner in Vieleckform, z. B. Eisen mit Austenitgefüge

    DENDRITISCHE KÖRNER DENDRITISCHE KÖRNERNadelartige Körner, z. B. gehärteter Stahl 

    LAMELLENARTIGE GEFÜGE LAMELLENARTIGE GEFÜGELamellenartig geformte Kristalle, z. B. Lamellengrafit von Grauguss 

    Legierungen

    Sie haben bereits erfahren, dass Metalle keine Idealkristalle sind, sondern beabsichtigte Gitterbaufehler aufweisen. Aus all den Metallen im Periodensystem kommt nur das Edelmetall 'Gold' in reiner Form vor. Alle weiteren metallischen Werkstoffe sind Metallgemische und nennen sich Legierungen.

    Im Legierungsvorgang werden ein oder mehrere metallische Elemente absichtlich in das Kristallgitter eines Metalls eingefügt, um gewünschte Eigenschaftsänderungen zu erzielen.

    Legierungen

    Legierungsvorgang

    Wird nach dem Legierungsvorgang die Temperatur wieder gesenkt, beginnt die Schmelze abzukühlen und bildet beim Erstarren mit dem Legierungselement ein neues Metallgemisch.

    Arten von Legierungen

    Die Legierungselemente können sich auf unterschiedliche Weise in das Grundmetall einlagern und bilden im festen Zustand zwei unterschiedliche Gefügearten.

    Mischkristall-Legierung

    Mischkristall-Legierung

    Kristallgemisch-Legierung

    Kristallgemisch-Legierung

    Mischkristall-Legierungen sind im flüssigen Zustand vollständig ineinander löslich. Beim Erstarren verteilen sich die Metalle gleichmäßig. Sie sind fester als reine Grundmetalle, dabei aber gut umformbar. Kristallgemische sind ebenfalls im flüssigen Zustand ineinander löslich, im festen Zustand lagern sich die Metalle dann getrennt zusammen.

    Zustandsdiagramme von Legierungen

    Zur Erforschung und Weiterentwicklung der Eigenschaften von Legierungen werden deren Zustandsdiagramme analysiert. Allgemein bilden Zustandsdiagramme die Aggregatzustände reiner Metalle ab. Dafür wird der Knickpunkt in der Abkühlungs- beziehungsweise Erwärmungskurve verwendet. 

    Zustandsdiagramme von Legierungen

    Bei Legierungen kommt noch die Temperatur des zweiten Metalls hinzu sowie das Mischungsverhältnis in der Legierung. Werden nun alle Knickpunkte übertragen und die Temperaturpunkte verbunden, ergibt sich das Zustandsdiagramm für die Legierung.   

    Mischkristalle und Kristallgemische haben unterschiedliche Zustandsdiagramme. Mischkristalle wie Kupfer und Nickel sind geprägt durch eine vollständige Löslichkeit im flüssigen und festen Zustand.

       

    Zustandsdiagramme von Kristallgemische

    Das Zustandsdiagramm für Kristallgemische wie Blei und Zinn sieht anders aus. Dieses ist durch eine vollständige Löslichkeit im flüssigen und Unlöslichkeit im festen Zustand geprägt.

       

    SIE HABEN ERFAHREN 
    Elektrischer Strom ist der Fluss von Elektronen.

    Metalle lassen sich elastisch (reversibel) oder plastisch (irreversibel) verformen.

    Die drei wichtigsten Kristallgitterarten sind: Kubisch-flächenzentriert (kfz), Kubisch-raumzentriert (krz), Hexagonal-dichtest gepackt (hdp)

    Metalle sind keine Idealkristalle, sondern weisen Gitterfehler auf: Nulldimensionale Fehler, Eindimensionale Fehler, Zweidimensionale Fehler

    Das Gefüge besteht aus einer Vielzahl regelmäßig geformter Körner.

    Bei Legierungen werden metallische Elemente absichtlich in das Kristallgitter eingefügt. Dadurch entstehen Mischkristalle und Kristallgemische.

    Zustandsdiagramme bilden die Aggregatzustände von Legierungen ab. 

    Gewinnung von Roheisen

    Im letzten Abschnitt sehen wir uns zunächst an, wie Roheisen eigentlich gewonnen wird und welche Schritte im Gewinnungsprozess hierzu wichtig sind. Anschließend erfahren Sie mehr über verschiedene Verfahren, um aus dem Roheisen Stahl herzustellen. Zum Abschluss sehen Sie die verschiedenen Wege zur Nachbehandlung und zum Vergießen von Stahl.   

    Wie Sie erfahren haben, gehört Stahl zum weltweit am meisten genutzten Werkstoff. Der Hauptbestandteil davon ist Eisen. Eisen kommt in der Natur als Eisenerz vor, einer Verbindung aus Eisen und Sauerstoff. Für die Herstellung von Stahl muss das Eisen zunächst durch Reduktionsverfahren gewonnen werden. 

    Zwei Reduktionsverfahren kommen bei der Gewinnung von Roheisen zum Einsatz. Hier sehen Sie beide Verfahren im Überblick. 

    Gewinnung von Roheisen

    Herstellung von Stahl

    Nachdem das Roheisen, beziehungsweise der feste Eisenschwamm gewonnen wurde, folgen nun sogenannte 'Frische-Verfahren', um den Werkstoff Stahl zu erzeugen. Können Sie sich vorstellen, was beim Frischen passiert? 

    Beim Sauerstoffaufblas-Verfahren wird das flüssige Roheisen zusammen mit Stahlschrott und Zuschlägen in einen Konverter gefüllt. Ein wassergekühltes Rohr bläst Sauerstoff in das Gefäß und führt zu einer chemischen Reaktion mit den Eisenbegleitern. Der Kohlenstoff im Roheisen verbrennt und Kalk bindet die Eisenbegleiter. Anschließend werden Stahl und Schlacke abgegossen.

     Sauerstoffaufblas-Verfahren

    Das Elektrolichtbogenofen-Verfahren dient zur Herstellung hochlegierter Stahlsorten. Dabei wird eine Schmelzwanne mit dem Roheisen und weiteren Komponenten gefüllt. Kohleelektroden werden auf die Füllung abgelassen und ein Lichtbogen gezündet. In der Schmelzzeit werden verbliebener Kohlenstoff sowie Begleitstoffe ausgebrannt. Anschließend werden Stahl und Schlacke abgegossen.

    Elektrolichtbogenofen-Verfahren

    Nach der Herstellung von Stahl bleiben oft weiterhin unerwünschte Bestandteile zurück. Zur Herstellung von Qualitätsstählen werden diese durch weitere Nachbehandlungen entfernt. Hier sehen Sie die wichtigsten Verfahren und deren Beschreibungen. Aktivieren Sie die Verfahren für weitere Details. 

    Nachbehandlung von Vergießen

    DESOXIDATION 
    Elemente binden frei werdenden Sauerstoff beim Erstarren der Schmelze. 
    Dadurch werden Gasblasen-Hohlräume verhindert. 
    DESOXIDATION

    Vakuum-Entgasung

    Umgießen des flüssigen Stahls unterstützt das Entweichen restlicher Gase. 
    Diese bewirken sonst auf Dauer Spannungen und kleine Risse im Stahl.

    Vakuum-Entgasung

    Umschmelz-verfahren

    Edelstahlblock wird in Stahlform (Kokille) als Elektrode geschaltet. Ein Lichtbogen schmilzt den Stahlblock in einem Schlackebad. 
    Der geschmolzene Stahl tropft durch eine Reinigungsschlacke, die letzte Verunreinigungen bindet.

    Umschmelz-verfahren

    Spülgasbehandlung

    Das Spülgas schwemmt Verunreinigungen aus.

    Spülgasbehandlung

      

    Ist die Nachbehandlung abgeschlossen, wird der flüssige Stahl nun vergossen und erhält so die Ausgangsform für die Weiterverarbeitung. Zwei Verfahren kommen hierbei zum Einsatz. Beim Strangguss fließt Stahl kontinuierlich in eine wassergekühlte Durchlaufkokille. Am Ende entsteht ein Stahlstrang, der nur noch fertiggewalzt werden muss.

    Strangguss Verfahren

       

    Für größere Stahlblöcke wird der Kokillen-Blockguss eingesetzt. Dabei fließt der flüssige Stahl in Stahlformen. Nach dem Erstarren werden die Kokillen noch bei Rotglut abgezogen. Sobald die Stahlblöcke abgekühlt sind, können diese als Schmiedestücke oder Walzprofile genutzt werden. 

       

    Kokillen-Blockguss Verfahren

       

    Zusammenfassung

    Sie wissen nun, dass Eisen zuerst aus Eisenerz gewonnen werden muss und dass das entweder im Hochofen oder durch Direktreduktion geschieht. Außerdem haben Sie gelernt, dass bei der Stahlherstellung verschiedene Frische-Verfahren eingesetzt werden, um den Kohlenstoffgehalt zu senken und Begleitstoffe zu entfernen. 

    Zum Schluss haben Sie unterschiedliche Verfahren zur Behandlung von Stahl kennengelernt. Diese werden genutzt, um verbleibende unerwünschte Bestandteile zu beseitigen. Außerdem kennen Sie jetzt zwei Verfahren zum Vergießen, mit denen der Stahl für die weitere Verarbeitung vorbereitet wird. 

       

    SIE HABEN ERFAHREN 
    Eisen wird aus Eisenerz gewonnen (im Hochofen oder durch Direktreduktion). 

    Frische-Verfahren werden eingesetzt, um restlichen Kohlenstoff herabzusetzen sowie Begleitstoffe zu beseitigen.

    Die Stahlnachbehandlung dient der Beseitigung restlicher unerwünschter Bestandteile.

    Das Vergiessen des Stahls dient der Vorbereitung des Stahls für die Weiterverarbeitung.